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PFLANZENLEXIKON

PlantDetails

Kartoffeln (Solanum tuberosum)

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Nachtschattengewächse (Solanaceae)


Kartoffeln

Beipflanzung

Meerrettich, Ringelblumen, Rosmarin, Tagetes
glyphicon <%# Eval("Title") %> Aussaat: Von Mitte März bis Anfang Mai
glyphicon <%# Eval("Title") %> Abstand: 60,0 – 70,0 cm x 30,0 – 35,00 cm
glyphicon <%# Eval("Title") %> Höhe: 30 – 60 cm
glyphicon <%# Eval("Title") %> Ernte: 3 Monate nach Aussaat (Frühkartoffeln), 4 Monate nach Aussaat (Mittelfrühe Sorte), 17 Wochen nach Aussaat (Spätkartoffeln)
glyphicon <%# Eval("Title") %> Standort: sonnig
glyphicon <%# Eval("Title") %> Gute Nachbarn: Ackerbohnen, Buschbohnen, Grünkohl, Meerrettich, Spinat
glyphicon <%# Eval("Title") %> Schlechte Nachbarn: Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Paprika, Rote Bete, Salat, Sellerie, Tomaten, Wassermelonen, Zuckermelonen
glyphicon <%# Eval("Title") %> Die Vorkeimung unter dem Einfluss von Licht begünstigt die gesamte Pflanzenentwicklung. Kartoffeln lassen sich im Eimer pflanzen. Gute Nachfrucht für die Frühkartoffeln: Chinakohl.
glyphicon <%# Eval("Title") %> Verbrauch: Eine Person verbraucht im Schnitt 65,2 kg im Jahr.
Starkzehrer
garten feinde

 

Gliederung nach Kocheingenschaften:

  • festkochend z.B. Sieglinde, Annabelle, Linda
  • vorwiegend festkochend, z.B. Quarta
  • mehlig kochend, z.B. Adretta, Bintje

Gliederung nach der Erntefolge:
  • Frühkartoffeln - für den frischen Verbrauch z.B. Sieglinde, Annabelle
  • Mittelfrühe z.B. Quarta, Belana
  • Spätkartoffeln - Lagerkartoffeln, z.B. Linda, Bamberger Hörnchen (Ernte bis Spätherbst)
Kartoffeln unterdrücken Unkraut aller Art.

 

Tiefgründiger, humoser, nicht zu schwerer Gartenboden ohne Staunässe.

 

Kartoffeln werden über die Knollen der Elternpflanzen oder durch das Aussäen der Samen (vegetativ) vermehrt.
Die vegetative Vermehrungsmethode wird in subtropischen Regionen verwendet. Hierzu verwendet man Kartoffelsamen, aus denen wegen des günstigen Klimas schnell Kartoffelstauden heranwachsen.

 

Ackerbohnen, Buschbohnen, Grünkohl, Meerrettich, Spinat

 

Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Paprika, Rote Bete, Salat, Sellerie, Tomaten, Wassermelonen, Zuckermelonen

 

Pflanzen, die sich gut für den Anbau im nächsten Jahr eignen:

Ackerbohnen, Blumenkohl, Buschbohnen, Grünkohl, Kohlrabi, Liebstöckel, Rosenkohl, Stangenbohnen, Zuckermais

 

Folgende Pflanzen sollten in den folgenden Jahren nicht gepflanzt werden:

Wieviele Jahre: Nicht pflanzen:
5 Jahr(e) Auberginen, Paprika, Tomaten, Weißkohl
4 Jahr(e) Kartoffeln
2 Jahr(e) Radieschen
1 Jahr(e) Erdbeeren, Gurken

 

Die nicht abgeernteten Kartoffelknollen überwintern in der Erde, und wenn sie nicht vom Mäusen aufgefressen oder von Fäulnis befallen werden, treiben sie wieder aus.

 

Anbau und Pflege:

  • Vorbereitung/Vorkeimung: Etwa 4 bis 8 Wochen vor dem Pflanzen. Die Saatkartoffeln in flache Kisten legen, dem Licht ausgesetzt. Die Umgebungstemperatur sollte zwischen +10 und 15°C liegen.
    Durch die Vorkeimung verkürzt sich die Reifezeit entsprechend um 2 bis 4 Wochen je nach Kartoffelsorte.
  • in Erde setzen (8-10 cm Zentimeter tiefe Furchen im Abstand von ca 30-35 Zentimetern graben und in diese Furchen die gekeimten Kartoffeln mit den Augen (Keime) nach oben legen,
  • die Knollen mit etwas Komposterde bedecken, etwa fünf Zentimeter hoch, die Furchen zumachen und anschließend angießen,
  • sobald die Pflanzen ca. 15 cm hoch gewachsen sind, einen Erddamm anlegen oder mehrfach mit lockerer Erde um die Pflanzen herum anhäufeln,
  • bei Trockenheit regelmäßig gießen, vor allem in der Blütezeit.
Vorteile der Vorkeimung:
Die Vorkeimung unter dem Einfluss von Licht begünstigt die gesamte Pflanzenentwicklung. Vorgekeimte Knollen treiben immer fast vollständig aus, bringen mehr Ertrag, bilden schneller Knollen (bis zu 14 Tage) und sind weniger krankheitsanfällig.

Frükartoffeln kommen im Erstfrühling in die Erde (in Mitteleuropa ab März bis April).
Spätkartoffeln für die Haupternte kommen am Vollfrühlingsanfang in die Erde (in Mitteleuropa Ende April bis Anfang Mai).
Tipps:
  • Für ausreichenden Stickstoff zwei Ackerbohnen zusammen mit einer Kartoffel in die Erde legen.
  • Niemals Kartoffeln unter Obstbäumen anbauen.

  • Kartoffel-Anbau auf dem Balkon und Terrasse - so wird's gemacht
    Kartoffeln werden auch in einem Topf mit einem Abzugsloch oder in Kartoffelfässern mit Seitenklappen für eine leichte Ernte erntereif.
    So wird es gemacht:
    - Kartoffeln vorkeimen
    - Das Kartoffelfass füllen mit
    1. Kies oder Sand - Schicht in der Höhe vom etwa 10 cm
    2. Erde mit etwas Sand vermischt - Schicht in der Höhe vom etwa 15 cm
    3. Pflanz-Kartoffeln - drei is 4 je je nach Kübelgröße legen und regelmäßig gießen
    4. so viel Erde, dass nur noch die Blattspitzen der gekeimten Kartoffeln zu sehen sind, sobald die Keime zehn Zentimeter lang sind.
    5. den Schritt 3 und 4 so oft wiederholen, bis das Gefäß bis zum oberen Rand mit Erde gefüllt ist.
    Vor dem Frost das Gefäß mit einem Kunststoffvlies abdecken, damit das Laub nicht erfriert.

     

    Schädlinge: Blattläuse, Drahtwürmer, Kartoffelkäfer, Kartoffelnematode, Erdraupen, Wühlmäuse
    Vorbeugungsmaßnahmen:

    • Vorkeimung
    • Rechtzeitige Krautabtötung
    • Anbau nach dem Prinzip der Guten Nachbarn und der Fruchtfolge
    • Kein Anbau auf saurem, feuchtem Boden.
    • An allen vier Ecken Meerrettich anpflanzen und / oder reihenweise Studentenblumen zwischen den Kartoffeln einpflanzen.
    Wühlmausbekämpfung ist sehr schwierig.
    Natürliche Feinde: Katzen, Marder.
    Hilfsreicher Link:
    Wühlmausbekämpfung - keine Gnade mit der Gartenplage

    Krankheiten: Virosen, Pilz und bakteriellen Krankheiten.
    Vorbeugungsmaßnahmen:

    • Verwendung von gesundem annerkannten Pflanzengut und Resistenzzüchtung
    • Anbau von wenig virusanfälligen Sorten.

     

    Geerntet wird ab Frühsommerende bis Spätherbst je nach der Kartoffelsorte und Anbauzeit, wenn das grüne Laub verwelkt ist.
    Die Früh reifenden Kartoffelsorten haben eine Vegetationsperiode von 90-110 Tagen.
    Mittelfrühe Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 120-140 Tagen auf.
    Späte Kartoffelsorten reifen in 140-160 Tagen.

     

    • Nur die Spätkartoffeln lagern.
    • Die ideale Lagertemperatur liegt bei zwei bis sieben Grad Celsius.
    Tipp:
    Zum Lagern Körbe oder Holzkisten verwenden.
    Plastiktüten sind tabu - Kartoffeln schwitzen darin.

     

    Kartoffeln werden je nach Sorte vielseitig verwendet.

    • Festkochende Kartoffeln werden vorzugsweise für Kartoffelgratin oder Salzkartoffeln verwendet.
    • Vorwiegend festkochende Kartoffeln werden u.a. für Salz- und Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Ofenkartoffeln und als Beilage zu saucenreichen Gerichten verwendet.
    • Mehlig kochende Kartoffeln werden für Eintöpfe, Kartoffelklöße, Kartoffelpüree. Kroketten, Pommes frites oder Reibekuchen verwendet.
    Tipps:
    • Kartoffeln mit langen Keimen wegwerfen.
    • Kartoffeln erst kurz vor dem Zubereiten waschen oder schälen.
    • Vor dem Kochen der Kartoffeln die Keimstellen und die solaninhaltigen grünen Stellen immer entfernen.
    • Das Kartoffel-Kochwasser weggießen, denn die Kartoffeln geben einen Teil des Solanins (eine schwach giftige chemische Verbindung) beim Garen an das Wasser ab.

     

    Eine Person verbraucht im Schnitt 65,2 kg im Jahr.
    Der Kartoffeln Verbrauch lag laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) für das Jahr 2014 um 65,2 kg pro Kopf/Jahr. Der Ertrag ist von vielen Faktoren abhängig, im Schnitt kann man je nach Sorte mit der 10- bis 15-fachen Menge des Pflanzgutes rechnen.



    Standort Ihres Gartens:   (Unbekannte Adresse)